Online Marketing

Pay-per-Click Marketing (PPC)

09.05.09 | Permalink | Kommentare deaktiviert

Im vorigen Post ginge es um Suchmaschinenmarketing Grundlagen. Nun möchte ich den Begriff “PPC-Marketing” näher erläutern, denn manchmal können diese vielen Marketing-Begriffe wirklich verwirren. Meist steckt doch kein kompliziertes Konzept, sondern etwas ziemlich einfaches dahinter. So auch hier.

Search-Engine-Advertising ist nur eine Form des PPC-Marketings, also des Pay-per-Click Marketings. PPC bedeutet einfach, dass der Werbetreibende („Advertiser“) den Publisher pro Click bezahlt und nicht etwa pro Seitenaufruf (”Impression”).

Kaum zu glauben: Je nach Keyword bezahlt man bis zu 15€ pro Klick; z. B. wenn man für das Wort “private Krankenversicherung” bei Google Anzeigen schalten möchte.

Überblick: Verschiedene Möglichkeiten des PPC-Marketings

PPC-Marketing Übersicht

Die Zahlen (1., 2., 3.) haben nichts mit Wertigkeit zu tun, sondern dienen nur der Gliederung.

1. PPC-Marketing in Suchmaschinen

Suchmaschinen PPC-Marketing

In diesem Fall ist Google der Publisher, welcher den Content, also die Suchmaschinenresultate, bereitstellt.

2. PPC-Marketing mit Affiliate Netzwerken

Affiliate PPC-Marketing

In diesem Fall ist mister-wong.de der Publisher. Google Adsense übernimmt die Platzierung von passenden Anzeigen und wickelt die Zahlung ab – natürlich gegen einen Teil vom Umsatz.

3. PPC-Marketing mit einzelnen großen Publishern

Große Publisher PPC-Marketing

In diesem Fall ist Facebook der Publisher.

Kosten des PPC-Marketings

In der Offline-Welt ist es so, dass durch die Mediadaten einer Zeitung oder einer Fernsehsendung die Preise bestimmt werden. Umso mehr Menschen angesprochen werden (Stichwort Reichweite), welche innerhalb der gewünschten Zielgruppe liegen, desto höher wird der Preis für die Werbung sein. Der Prozess der Preisänderung zieht sich jedoch meist über einen längeren Zeitraum (Wochen/ Monate).

PPC-Marketing läuft nun meist über eine Auktion ab, wobei sich der Preis in „Echtzeit“ ändert. Viele Bieter kämpfen um begrenzten Platz – je höher das Gebot desto prominenter die Anzeigenplatzierung.

Allerdings zahlt man lediglich für den Click eines Users. Und nicht für die Sichtbarkeit bzw. Reichweite (ein Gegenteil hierzu wäre z.b. die Bezahlung nach TKP= Tausender-Kontakt-Preis, d.h. man bezahlt für, dass ein User ein Werbemittel sieht – egal ob er klickt oder nicht). So würde der Advertiser nichts bezahlen, wenn z. B. 1000 User eine gewisse Anzeige in einer Suchmaschine sehen, ohne dass irgendjemand auf eine Anzeige klickt. Das bedeutet, dass der User entscheidet, welche Werbung er für relevant erachtet. Nur dieser schenkt er (durch einen Klick) Aufmerksamkeit.

Die perfekte Welt: Ausrichtung der Werbung strikt nach Return-on-Investment (ROI)

Aufgrund der Web-Analytics Tracking-Möglichkeiten ermöglichen PPC-Kampagnen die Messung des Return-on-Investments (ROI). Dies bedeutet, dass nun Firmen nicht mehr „blind“ Geld aufwenden müssen für Werbung ohne zu wissen, ob nun die Fernsehwerbung morgens in der ARD oder abends auf RTL lohnender ist und wie sich z. B. die Anzeige in der Bild-Zeitung dazu verhält.

Theoretisch ist nun alles perfekt messbar und der Advertiser kennt exakt seinen CPA (Cost-per-Acquisition) für einen Kunden der Sportschuhe um 14 Uhr am Wochenende kaufen möchte vs. einem Kunden der dienstags um 23.37 einen Kochtopf kaufen will.

In der Praxis gibt es jedoch zahlreiche Probleme, wovon einige kurz aufgeführt werden. Diese können grob in 1. technische Probleme und 2. Schwierigkeiten bei der Interpretation der Daten unterteilt werden:

1. Technische Probleme:
- Tracking funktioniert nicht bzw. ist ungenau (Tracking Code funktioniert nicht, User nutzt weder Cookies noch Javascript, etc.)
- Verknüpfung der Daten mit weiteren Aktionen des Users (Vielleicht hat der User sich zunächst „nur“ zu einem Newsletter angemeldet und kauft erst 2 Monate später; Oder der User storniert die Bestellung später oder zahlt nicht etc.)

2. Schwierigkeiten bei der Interpretation:
- Signifikanz der Daten (das “n” muss groß genug sein, um statistisch valide Schlüsse ziehen zu können; sonst zieht falsche Rückschlüsse aus den Daten; dies ist ein großes Problem, denn nun denkt man die richtige Marketing-Maßnahme gefunden zu haben und investiert evtl. viel Geld – ohne Return)
- Komplexität bei der Auswertung der Daten (Vor lauter Zahlen sieht man den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht)
- Zeitaufwand der Auswertung der Daten (Es ist gar nicht so leicht zu entscheiden, wie granular man die Informationen aufbröseln sollte)
- Sich widersprechende Daten (in Monat Oktober negativer ROI für Maßnahme A, in November und Dezember positv, über die 3 Monate hinweg +/- 0)

Begeht man einen einzigen Fehler beim Tracking bzw. bei der Auswertung der Daten, birgt dies die Gefahr, dass man falsche Investment-Entscheidungen trifft. Im schlimmsten Fall hat man viel Zeit investiert (Stichwort Opportunitätskosten) und interpretiert die Daten falsch (”Mensch, super bei der Anzeige für südvietnamesisches Katzenfutter für veganische Kater ist mein ROI 354,342% bei normalen Katzenfutter aber -10%; Ich schalte nur noch Anzeigen für südvietnamesisches Katzenfutter!”).

Nun hat aber vielleicht nur eine Person jemals auf die erste Anzeige geklickt und zufälligerweise einen Kauf in meinem Online-Shop getätigt. Dies lässt also überhaupt kein Ergebnis zu, außer dass man bei diesen Zahlen wahrscheinlich überhaupt keine Anzeigen schalten sollte. Aber dies ist oftmals aufgrund der vielen zur Verfügung stehen Zahlen nicht leicht erkennbar, und als Ergebnis handelt man nicht nur falsch, sondern auch gegen den „gesunden Menschenverstand“, welcher einem vielleicht empfehlen würde, erst einmal das große Hundephoto auf meiner Landing Page durch ein Katzenfoto zu ersetzen, damit meine Conversion Rate besser wird.

Fazit: Zahlen nicht blind glauben, gesunden Menschenverstand einschalten, ein bisschen was über Statistik sich anlesen

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Suchmaschinenmarketing Grundlagen

08.15.09 | Permalink | 2 Comments

Suchmaschinenmarketing, englisch Search Engine Marketing (SEM), ist eigentlich der Überbegriff für SEA (Search Engine Advertising) und SEO (Search Engine Optimization).

Gebrauch des Begriffs “SEM” in den USA

Definition_SEM_USA

In Deutschland wird der Begriff SEM jedoch meist mit SEA gleichgesetzt.

Gebrauch des Begriffs “SEM” in Deutschland

Definition_SEM_Deutschland

Im weiteren Artikel werde ich nun die „amerikanischen“ Begrifflichkeiten verwenden. Folgende Grafik gibt einen Überblick wie sich die beiden Marketing-Formen für den User darstellen:

Aufteilung SERP (Search Engine Result Page) bei Google

SERP_Search-Engine-Result-Page

SEO bedeutet eine Webseite so zu gestalten, dass sie möglichst gut von Suchmaschinen gefunden werden kann und möglichst weit oben in den „organischen“ Suchresultaten (SERPs) erscheint. Ein älterer Blogpost führt ein in die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinenmarketing: Ein Wachstumsmarkt

Vielleicht hat sich der ein oder andere schon einmal gefragt, womit Google eigentlich das ganze Geld verdient. Wer sich genauer darüber informieren möchte, kann es gerne unter http://investor.google.com/fin_data.html tun. Um es gleich vorwegzunehmen, Google verdiente mit Werbung 21 Mrd. $ im Jahr 2008. Damit stammen 97% des Umsatzes aus dieser Quelle. Da ca. 85%  der Suchanfragen in Deutschland über Google abgewickelt werden, sind die Umsätze der anderen Suchmaschinen natürlich weitaus geringer.

Insgesamt wächst der Suchmaschinenmarkt selbst innerhalb des wachstumsstarken Marktes für Online-Marketing überproportional. Der Online-Vermarkterkreis des Bundesverbands der digitalen Wirtschaft stellt quartalsweise einen Bericht über den Zustand des deutschen Marktes für Online-Werbung unter http://www.ovk.de/downloads.html zur Verfügung. Daraus ist z.B. ersichtlich, dass die Umsätze über Suchmaschinenmarketing von ‘07 auf ‘08 um 25% auf knapp 1,5 Mrd. Euro gestiegen sind.

Möchte man bei Google werben, kann man ein Google Adwords  Konto einrichten. Möchte man trotz der Marktdominanz von Google auch bei anderen Suchmaschinen Werbung schalten, kann man bei Yahoo Search Marketing ein Konto eröffnen, welches u.a. Zugang zu Yahoo, Bing, Arcor ermöglicht.
Aufgrund des höheren Wettbewerbs sind die CPCs (Cost-per-Click) bei Google meist deutlich höher, jedoch erreicht man über Google auch einen weitaus größeren Kundenkreis.

Volumen vs. Kosten

Je mehr Menschen der gewünschten Zielgruppe über ein gewisses Medium zu erreichen sind desto höher sind meist auch die Werbepreise (nicht nur linear, sondern exponentiell). Die Transaktionskosten sinken jedoch. Schalte ich z.B. in 100 Lokalzeitungen eine Anzeige muss ich mit 100 Anzeigenredaktionen sprechen, verschiedene regionale Präferenzen berücksichtigen, 100 Überweisungen tätigen etc. Für eine Anzeige in einem überregionalen Blatt muss man sich die ganze Mühe nur einmal machen.

Dementsprechend muss man sich also genau überlegen, ob es sich lohnt in großen Medien (z.B. Handelsblatt) oder lieber in vielen Kleineren (Koblenzer Stadtanzeiger etc.) zu werben. Diese Frage stellt sich aufgrund der Marktdominanz von Google zwar nur bedingt in puncto Suchmaschinen (alle anderen Suchmaschinen sind in Deutschland im Moment lediglich Ergänzungen), jedoch ist dies auf Keyword-Ebene äußerst relevant.

Beispiel:

Ich bin VW-Autohändler und möchte Suchmaschinenmarketing betreiben, um Kunden in meinen Laden zu locken. Nun könnte ich Anzeigen  für das Wort “Auto” schalten. Solche generischen Wörter haben ein sehr hohes Suchvolumen, d.h. man erzielt eine hohe Reichweite (185 Mio. Suchen pro Monat). Doch der CPC (Cost-per-Click) beträgt 2,5€. Entscheide ich mich jedoch dafür Anzeigen für den Begriff “VW Phaeton” zu schalten, beträgt der CPC lediglich 0,5€ bei einem wesentlich geringeren monatlichen Suchvolumen von 90.000. Doch dazu mehr in einem der nächsten Posts.

Zufälligerweise bin ich gerade bei Netzwertig über einen Artikel gestolpert, der aufzeigt, wie man es nicht machen sollte: Teures Onlinemarketing lässt Erfolgstraum platzen

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Öffentliche Fördermittel für Gründer

07.01.09 | Permalink | Kommentare deaktiviert

Wie schon erwähnt, richtet sich dieser Blog einerseits an Leute, die gerne mehr im Bereich Online Marketing wissen möchten, und andererseits an Gründungsinteressierte. Letzere sind wohl bisher ein wenig zu kurz gekommen.

Fabian Stein hat sich nun freundlicherweise bereit erklärt, sein Wissen über öffentliche Fördermittel für Gründer hier preiszugeben. Vielen Dank dafür und nun zum Artikel:

Öffentliche Fördermittel für Gründer

Wer ein Unternehmen gründen möchte, braucht nicht nur eine Idee, sondern auch ein gut ausgearbeitetes, tragfähiges Konzept. Um zu diesem zu gelangen, muss man häufig viel Zeit investieren. Ist das Unternehmen gegründet, vergehen zudem oft Monate, bis erste Umsätze auf dem Konto landen. Vielen, insbesondere jungen Gründungswilligen fehlt dafür einfach das notwendige Startkapital und sie stellen sich die Frage, wie sie in der Anfangsphase überhaupt ihren Lebensunterhalt finanzieren sollen.

Um die Gründung von Unternehmen zu fördern, hat die öffentliche Hand jedoch zahlreiche Förderprogramme aufgelegt. Im Fokus dieses Artikels stehen drei öffentliche Fördermittel, welche insbesondere den Lebensunterhalt von Gründern sichern. Im letzten Abschnitt finden sich Informationen zu weiteren öffentlichen Fördermitteln.

EXIST Gründerstipendium

Das EXIST Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) richtet sich an Hochschulabsolventen, Studierende sowie Wissenschaftlicher nicht gewinnorientierter Einrichtungen.

Durch die Förderung soll die Ausarbeitung eines umsetzungsfähigen Businessplans ermöglicht werden. Gefördert werden innovative Tech-Gründungen im produzierenden Gewerbe sowie innovative Dienstleistungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

Für ein Gründungsteam können bis zu drei Personen gefördert werden. Sie erhalten jeweils ein Jahr lang ein monatliches Stipendium i. H. v. EUR 2.000 (Absolventen) bzw. EUR 2.500 bei Promovierten und EUR 800 bei Studierenden. Zudem können Sachausgaben bis zu EUR 10.000 gefördert werden (bis zu EUR 17.000 bei Teamgründungen). Des Weiteren werden bis zu EUR 5.000 Beratungskosten übernommen.

Die Abwicklung läuft über eine Hochschule, die zum EXIST-Netzwerk gehört. Bei dieser muss der Gründer ein Ideenpapier einreichen und einen Mentor für die technisch-fachliche Betreuung benennen. Die Hochschule reicht den Antrag beim Projektträger Jülich ein. Nach ca. drei Monaten kann man mit einer Entscheidung rechnen. Im Erfolgsfall kommt es dann zu einem Vertrag zwischen dem Gründer und der Hochschule.

Weitere Informationen finden sich direkt bei EXIST.

BHT Gründerstipendium

Das BHT Gründerstipendium richtet sich an Gründer unter 40 Jahren mit Wohnsitz in Berlin. Gefördert wird die Umsetzung einer technologischen Geschäftsidee oder produktionsnahen Dienstleistungen. Es eignet sich also für Gründer, die schon einen ausgereiften Businessplan haben und loslegen möchten. Das BHT Gründerstipendium ist auch als Anschlussförderung nach einer EXIST-Förderung sinnvoll.

Über 1,5 Jahre werden pro Team monatlich EUR 2.000 Stipendium gezahlt. Darüber hinaus stellt die Beuth Hochschule für Technik (BHT) Büroräume, Labore und Infrastruktur zur Verfügung und übernimmt bedarfsabhängig Sachmittelkosten (im Schnitt ca. EUR 4.000 bis 5.000 pro Jahr).

Um ein Stipendium kann man sich zu zwei Terminen im Jahr unter Einreichung eines Businessplans bewerben. Nach der Prüfung durch drei Gutachter erfolgt die Präsentation vor einer Jury. Im Erfolgsfall wird danach ein Vertrag zwischen Gründer und BHT geschlossen.

Weitere Informationen finden sich direkt bei der BHT. Ein ähnliches Programm gibt es auch in Hamburg (Hamburger Existenzgründungs Programm).

Gründungszuschuss

Die Agentur für Arbeit fördert den Schritt in die Selbständigkeit, indem sie Empfängern von Arbeitslosengeld I (ALG I) einen Gründungszuschuss zahlt. Voraussetzung ist, dass man noch mindestens 90 Tage Anspruch auf ALG I hat.

Der Gründungszuschuss wird 9 Monate lang gezahlt und ist so hoch wie das letzte ALG I. Zusätzlich wird ein Zuschuss für soziale Absicherung i. H. v. EUR 300 gewährt. Die Verlängerung dieses Zuschusses um weitere 6 Monate ist grundsätzlich möglich.

Um den Gründungszuschuss zu erhalten, muss man einen kurzen Businessplan zusammen mit einer fachkundigen Stellungnahme (z.B. von der IHK oder einem Steuerberater) bei der Agentur für Arbeit einreichen. Des Weiteren wird ein Lebenslauf benötigt sowie eine Aufstellung der Kosten der privaten Lebensführung. Nach etwa 2 Wochen erhält man seinen Bescheid.

Weitere Informationen finden sich direkt bei der Agentur für Arbeit.

Weiterführende Informationen zu öffentlichen Fördermitteln für Startups

Neben den genannten Stipendien gibt es viele weitere öffentliche Fördermittel für Startups, beispielsweise Beratungszuschüsse, Personalkostenzuschüsse oder günstige Kredite.
Die folgende Präsentation wurde auf Gründerszene.de veröffentlicht. Sie stellt die wichtigsten öffentlichen Fördermittel für Startups sowie die geltenden Rahmenbedingungen vor.

Darüber hinaus gibt es Informationen bei den Industrie- und Handelskammern sowie bei den öffentlichen Förderbanken der Bundesländer (für Berlin ist das z.B. die Investitionsbank Berlin) und der KfW Mittelstandsbank. Ebenso kann ein Blick in die Förderdatenbank und das Existenzgründerportal des BMWi nicht schaden.

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Suchmaschinenoptimierung

06.13.09 | Permalink | 1 Comment

Was bedeutet Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung zu betreiben, ist der Versuch möglichst sichtbar in Suchmaschinen zu sein. Denn Suchmaschinen sind das Tor zum Internet für die meisten Menschen. Kennt man nicht die direkte URL der gewünschten Webseite, wendet man sich an eine Suchmaschine. Es gibt viele unterschiedliche Suchmaschinen, die ihren eigenen Suchalgorithmus verwenden, um dem Suchenden möglichst relevante Ergebnisse zu bieten.

Aufgrund der Überlegenheit von Google (Marktanteil im Mai 2009 in Deutschland rund 86%), wird sich dieser Post der Seitenoptimierung für Google widmen. Zahlenmaterial über Marktanteile von Suchmaschinen in Deutschland, Browser, Betriebssysteme und ähnliches findet man übrigens bei WebHits.

Zunächst mag es absurd erscheinen, aber es gibt sehr viele Bücher, Blogs und Webseiten, die sich ausschliesslich diesem Thema widmen. Die enorme Wichtigkeit der Suchmaschinenoptimierung wird dann klar, wenn man bedenkt, dass Millionen von Menschen jeden Tag die Google-Suche nutzen. Wer es schafft sich dort in den oberen Plätzen einzunisten, der hat die Chance sehr viele Menschen auf sein Produkt oder Service aufmerksam zu machen.

Einführung in die Suchmaschinenoptimierung

Dieser Post ist als kleine Einführung ins Thema zu verstehen. Ausgehend von diesem Beitrag, kann man sich weiter vortasten. Wie schon erwähnt gibt es zahlreiche hervorragende Webseiten zum Thema Suchmaschinenoptimierung.

Je tiefer die jeweiligen Authoren jedoch im Thema sind, desto schwieriger sind diese Beiträge als Neuling zu verstehen.

Laut Matt Cutts (Google Mitarbeiter, der wohl einen der wichtigsten SEO-Blogs betreibt) rankt Google die Suchergebnisse nach über 200 verschiedenen Kriterien.

On-Page vs. Off-PageOptimierung

Generell unterscheidet man zwischen der Optimierung der eigenen Seite (On-Page Optimierung) und der Gewinnung von Links (Off-Page Optimierung). Es ist unheimlich wichtig stets daran zu denken, was das Ziel einer Suchmaschine ist: Möglichst relevante Suchergebnisse für den User zu liefern. Dies verhilft der Suchmaschine zu vielen Nutzern, und somit am Ende des Tages zu höheren Werbeeinnahmen.

Alle Suchmaschinenoptimierung ist verschwendete Zeit, wenn die eigene Seite nicht für den Nutzer relevante Inhalte liefert. Das mag sich jetzt unglaublich banal anhören, aber umso mehr man sich mit dem Thema SEO befasst, desto mehr kann es vorkommen, dass man den “Wald vor lauter Bäumen” nicht mehr sieht und diese goldene Regel verletzt.

(Anm. für den weiteren Post: Bzgl. der Begriffsverwendung: Ich meine mit “Webseite” = die komplette Domain und mit “Seite” =  eine einzelne Unterseite)

On-Page Optimierung: Die ganze Webseite sollte über eine logische Struktur verfügen und die URLs sollten Auskunft über den Inhalt der jeweiligen Seite geben (d.h. betreibt man eine Webseite für Wintersport mit den den 3 Unterkategorien Skifahren, Snowboarden und Skigebiete, sollte man einen Bericht über die Vorzüge der französischen Alpen unter die Rubrik “Skigebiete” packen).

Die URL könnte wie dann so aussehen:
www.wintersport-tipps.de/skigebiete/franzoesische-alpen
Auf jeden Fall vermieden werden, sollten sinnlos URLs wie:
www.wintersport-tipps.de/kasdjkbad783e6356

Außerdem müssen alle Seiten müssen angelinkt, sonst kann sie die Suchmaschine nicht entdecken, die sich ja quasi von Link zu Link durcharbeitet. Deswegen sollte man stets über eine Sitemap verfügen, durch die alle Seiten einer Webseite angelinkt werden.

Außerdem sollte die Seite dem Leser einen guten Lesefluß ermöglichen, und deswegen in kleine Abschnitte mit eigenen Überschriften gegliedert sein. Auch Aufzählungen sind gerne gesehen. Möchte man eine Seite auf einen gewissen Suchbegriff (= Keyword) hin optmieren (z.B. “französische Alpen”), sollte dieses Keyword auch in möglichst allen Überschriften vorkommen und mehrere Male im Text.

Ok das soll es erstmal sein – aber wir haben hier wirklich erst gerade an der Oberfläche gekratzt.

Off-Page Optimierung:

Die On-Page Optimierung sind quasi die Hygienekriterien, die die Basis für eine gute Suchmaschinenplatzierung legen. Der Faktor, der jedoch am Ende des Tages den Ausschlag für Top-Platzierungen bei hart umkämpften Suchbegriffen (z.B. Private Krankenversicherung) gibt sind die eingehenden Links von anderen Seiten. Denn ein Link ist im Prinzip nichts anderes als eine Empfehlung.

Umso mehr Empfehlungen eine Seite erhält, desto relevanter muss diese Seite wohl sein. Nun gibt es jedoch immense Unterschiede bezüglich der Qualität von Links. Umso vertrauenswürdiger (Stichwort Authorität) und umso relevanter die verlinkende Seite ist, desto mehr ist der Link wert. eine Der Gedanke dahinter ist folgender: Wie einem einem sozialen Netzwerk unter Menschen, ist eine Empfehlung einer Authorität (bzw. einer vertrauenswürdigen Person) wesentlicher mehr wert als die Empfehlung eines Menschen, den man nicht kennt. Nun stellt sich noch die Frage, ob die vertrauenswürdige Person auch Ahnung von dem jeweiligen Thema hat (Relevanz). Beispiel:

Ich vertraue meinem Opa und weiss, dass er viel Ahnung von Pflanzen hat. Deswegen vertraue ich auf seinen Rat und kaufe das von ihm empfohlene Saatgut für meinen Garten. Allerdings hat mein Opa keine Ahnung von Handys. Obwohl er sein Handy ganz toll findet und mir empfiehlt dieses auch zu kaufen, höre ich beim Handykauf doch lieber auf meinen Kollegen XY.

Folgendes Video aus der SEOmoz “Whiteboard Friday” Serie gibt einen guten Überblick über die Qualität der verschiedenen Arten von Links: SEOmoz Video: 4 Arten von Links

Konretes Vorgehen: Wieso sollte man nun vorgehen, wenn man sich weiter über SEO informieren möchte?

  • - Außerdem ein vernünftiges Buch kaufen, was noch lange als Nachschlagewerk dienen wird (z.B. Suchmaschinenoptimierung für Webentwickler von Sebastian Erlhofer)
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Internet ABC

05.09.09 | Permalink | 2 Comments

Mein Blog richtet sich an Menschen, die sich fürs Internet interessieren, vielleicht vorhaben zu gründen oder gerade neu in der Internet-Branche unterwegs sind. Jedoch hat jede Szene ihre eigene Sprache und vor allem ihre Abkürzungen. Für Eingeweihte macht es die Kommunkation effizienter, für Außenstehende macht es das Ganze undurchsichtig.

Deswegen habe ich mir spontan gedacht, hier ein kleines ABC der Internet Sprache aufzuschreiben. Die Liste wird sich langsam entwickeln. Gerne könnt Ihr auch noch weitere Begriffe mit einer kurzen Erklärung als Kommentar veröffentlichen. Ich werde diese dann in die Liste aufnehmen.

  • Advertiser: Eine Firma (z.B. Amazon, Ebay, BMW), die Werbung auf anderen Seiten schaltet.

  • Affiliate Marketing: Ein Affiliate ist eine Partnerwebseite auf der ein Advertiser (z.B. Amazon) Werbung schaltet. Im Internet gibt es sehr viele Seiten, die teilweise nur über wenig Traffic (=Besucher) verfügen. Nun sind die Transaktionskosten (Konditionen vereinbaren, Preise aushandeln etc.) zu hoch, um mit jeder einzelnen Webseite einen Vertrag zu schliessen. Deshalb schliessen sich viele kleine Seiten zu Affiliate Netzwerken zusammen (bzw. bewerben sich um Aufnahme bei Netzwerken wie z. B. Zanox), um so einerseits attraktiv für Advertiser interessant zu sein und andererseits eine höhere Verhandlungsmacht zu haben.
  • Content: Heisst übersetzt “Inhalt”. Also Texte, Bilder, Videos auf einer Webseite. Umso interessanter der Content, desto mehr Traffic erhält man. Besonders wertvoll ist, wenn man eine spezielle Zielgruppe mit seiner Webseite anspricht. So können themenrelevante Advertiser zielgerecht Werbung schalten und sind deswegen bereit höhere Preise zu zahlen (Beispiel: Jamba wirbt bei MTV).  Publisher (z.B. MTV) veröffentlichen Mediadaten, in denen Informationen über die Besucher der Seite stehen. So wissen Advertiser, mit welcher Seite welche Zielgruppe angesprochen wird.

  • Geschäftsmodell: Wie verdient man Geld mit seiner Idee? Man kann Produkte verkaufen, vermieten (meist bei Software), durch Werbung Geld verdienen etc.
    • B2B – Business to Business, d.h. Geschäftskunden werden angesprochen
    • B2C – Business to Consumer, d.h. Endverbraucher werden angesprochen

  • Mediadaten: Ein Publisher veröffentlicht Daten über Traffic und Zielgruppe seiner Seite.  Diese Mediadaten sind einerseits ein Instrument von Publishern sich möglichst attraktiv darzustellen und dienen andererseits Advertisern herauszufinden, auf welcher Seite es sich lohnt für die eigene Zielgruppe zu werben.
  • Online Marketing: Wird unterteilt in verschiedener Kategorien: Suchmaschinenmarketing (SEM), Suchmaschinenoptimierung (SEO), Display-Advertising (z.B. durch Banner), Video-Advertising, Email-Marketing und Affiliate Marketing.

  • Performance Marketing: Teilbereich innerhalb des Marketing, bei dem der Return on Investment gemessen wird. Auf gut Deutsch: Es wird gemessen, ob man mehr Gewinn durch eine bestimmte Marketing Maßnahme erzielt oder die Kosten der Maßnahme höher als der dadurch erzielte Gewinn ist. Performance Marketing ist ein großes Thema, da es mithilfe von Tracking Maßnahmen erstmals möglich ist den monetären Erfolg einer Marketing Kampagne zu berechnen.

  • Publisher: Ein Publisher (z.B. MTV, Spiegel Online) stellt Content zur Verfügung.

  • Suchmaschinenmarketing (SEM): Suchmaschinen sind oftmals das Tor zum Internet für den User. Suchmaschinenmarketing hat das Ziel, den User bereits bei seiner Suche nach Informationen auf das eigene Produkt aufmerksam zu machen. Dies kann einerseits durch Suchmaschinenoptimierung der eigenen Homepage erreicht werden und/ oder durch das Nutzen von Paid Search (z.B. Google Adwords). Letzteres bedeutet, dass man Anzeigen schaltet (=”sponsored links”), die für gewisse vorher festgelegte Begriffe erscheinen. Beispiel: User A gibt das Wort “Buch” ein, woraufhin neben den normalen Suchergebnissen z.B. eine Anzeige von Amazon erscheint. Meist bezahlt man pro Klick des Users auf die Anzeige.

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Teildisziplin des SEM;. Hierbei ist es das Ziel einerseits seine Webseite besonders suchmaschinenfreundlich zu gestalten (On-Page Optimierung) und andererseits viele themenrelevante Links auf seine Seite zu erhalten (Off-Page Optimierung). Insbesondere Google hat das Prinzip der Empfehlung (Links sind im Grunde  nichts anderes als eine Empfehlung) relevant gemacht.

  • Traffic: Wieviele Besucher hat eine Webseite.  Traffic kann in Visitors (Besucher), Unique Visitors (ist stets weniger als die Zahl der Visitors, da hier Visitors rausgefiltert werden, die in einem gewissen Zeitrau die Webseite öfter besuchen), Page Impressions (wieviel Seiten wurden in einem Zeitraum aufgerufen). Tools wie Alexa geben Auskunft über den Traffic von Webseiten, allerdings können diese Zahlen nur als grobe Schätzung verwendet werden, da sie recht ungenau sind.

Ich merke gerade, dass es noch undendlich viele Begriffe gibt. Ich mache jtzt aber erstmal Schluss für heute, später mehr…

Update 22. Mai: Habe noch ein paar neue Begriffe hinzugefügt. Glaube da habe ich mich ein bisschen übernommen ein halbwegs umfassendes Internet Begriffslexikon erstellen zu wollen ;) Aber wo sind die Kommentare meiner treuen Leserschaft?  Echt – total unWeb 2.0 hier – ohne user-generated content. Nur gemeinsam sind wir stark!

Update 15. August: Vor kurzem bin ich über ein ziemlich gutes Glossar gestolpert: vgl. Seobook Internet Glossary Das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten, falls mein Glossar nicht erschöpfend sein sollte ;-)

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Online Marketing

E-Mail Marketing

05.01.09 | Permalink | Kommentare deaktiviert

Gerade beginne ich mich mehr mit dem Thema Email-Marketing zu befassen. Anfangs habe ich mich gewundert wieviel „Buzz“ um so ein banales Nischenthema gemacht wird, doch mittlerweile beginne ich zu verstehen, dass man eben sehr viele Sachen falsch machen kann. Ausserdem liegt die Hauptarbeit – neben dem Texten und dem Layout – in der Sammlung von Daten über den Erfolg der Kampagne und in der intelligenten Auswertung der Daten (Segmentierung nach Nutzergruppen etc.).

Wir versenden unsere Emails mit Mailchimp. Kostenpunkt ca. 1 USD Cent pro Email. Von anderen habe ich gehört, dass sie auch mit Campaignmonitor gute Erfahrungen gemacht haben. Diese Programme bieten Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die Email im Spam Ordner landet. Ausserdem machen sie das Tracking des Erfolgs einer Kampagne möglich. Das ist der Schlüssel schlechthin, um seine Email Kampagnen zu optimieren. Es gibt es nämlich nicht die universal geltende Best-Practice Wahrheit, um seine Zielgruppe optimal anzusprechen, sondern dies muss erst durch „Trial and Error“ herausgefunden werden. Ohne Tracking wird das natürlich schwierig;)

Ein guter Ausgangspunkt für weitere Informationen zum Thema ist der E-mail Marketing Blog von Nico Zorn.

Was gibt es von rechtlicher Seite zu beachten?

Diese Infos stammen von Rechtsanwalt Thomas Schwenke: Rechtliche Fallstricke im E-Mail Marketing. Ist ziemlich ausführlich, aber sollte man unbedingt durchlesen, bevor man mit dem E-Mail Marketing beginnt.

Grundsätzlich ist jeder Form der Ansprache durch Emails (Newsletter, Pressemitteilungen, Persönliche Emails) als Werbung anzusehen, jedoch existiert keine klare Rechtsprechung dazu. Des Weiteren ist zu bedenken, dass auch Unternehmen vor Werbung geschützt sind.

Die Anmeldung zum Newsletter ist wichtig. Die Webseite bzw. das Online Formular muss über den groben Inhalt de Newsletter informieren, einen Datenschutzhinweis und einen Abstellhinweis liefern. Dieser Abstellhinweis muss auch in jedem Newsletter vorhanden sein.

Um guten Gewissens Werbe-Emails zu versenden bedarf es einer „ausdrücklichen Einwilligung“ (also Anmeldung) des Email Empfängers, jedoch gibt es Ausnahmen („Mutmaßliche Einwilligung“).

Mutmaßliche Einigung heisst:

- dem Kunden wurde bereits eine „ähnliche“ (Auslegungssache) Ware verkauft

- Das Geschäftsfeld des Empfängers „lädt“ dazu ein (Kfz- Handel bekommt Emails von Gebrauchtwagenhändlern, eine Newsseite bekommt themenrelevante Pressemitteilungen) -> Dies ist also eher enger gefasst

Weitere Interessante Punkte:

- Erwirbt man Email Adressen von einem Händler, muss sichergestellt sein, dass die Emailadressen auf korrekte Weise erhoben wurden (siehe oben).

- „Opt-In“ bedeutet: Einfache Anmeldung. Problem hierbei: der Nachweis

- „Double Opt-in“ bedeutet: Zweifache Anmeldung. Hierbei wird der potentielle Abonnent noch einmal per Email gefragt, ob er den Newsletter wirklich abonnieren möchte. In dieser Email darf jedoch keine Werbung sein und diese muss alle Angaben beinhalten, die auf der Anmelde-Webseite standen.

- Die Email muss einen Abbestellink, das Impressum und die Geschäftsangaben beeinhalten.

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Warum Web-Communities im Finanzbereich immer beliebter werden

04.24.09 | Permalink | Kommentare deaktiviert

Web-Communities gibt es zu allen möglichen Themen und Bereichen im Internet. Sie werden immer beliebter und erfreuen sich schon seit Jahren eines enormen Wachstums und einer steigenden Begeisterung der Nutzer. Die Idee ist simpel: Der Nutzer ist nicht mehr nur auf die Informationen angewiesen, die ihm der Betreiber bzw. der Redakteur einer Website bereitstellt, sondern er kann seine eigene Expertise und eigene Erfahrungen jederzeit einbringen und sich mit anderen Teilnehmern der Community austauschen.

Dadurch entstehen mehrere Effekte, die den Erfolg von Communities leicht erklären können. Zum einen steigt die Quantität des im Web vorhandenen Wissens rapide an, denn jeder, der nur eine kleine zusätzliche Information zu einem beliebigen Thema bereitstellen kann, bringt sich an diesem Punkt aktiv in die Diskussion mit ein. Zum anderen steigt erwiesenermaßen auch die Qualität der Gesamtinformation. Das ist das eigentlich Erstaunliche und wird oft unter dem Phänomen „Intelligenz der Masse“ zusammengefasst. Die User können sich so oft einbringen, miteinander diskutieren und gegenseitig Fehler korrigieren, dass am Ende oft ein sehr gutes „Gesamt-Ergebnis“ entsteht. Niemand kann alles wissen. Aber wenn sich viele Teilnehmer an einer Diskussion beteiligen und jeder einen Teil seines Wissens preisgibt, so ermöglicht die Zusammenführung und der Austausch von Wissen – anders als bei Webseiten, wo nur einseitig Wissen zur Verfügung gestellt – einen Zugewinn.

Ein anderer Effekt dieser Communities ist das Gefühl von Teilnahme und Mitwirkung der Nutzer. Dadurch, dass jeder Nutzer Teil des Ganzen ist, fühlt er sich wesentlich stärker mit der Plattform verbunden als mit konventionellen Web 1.0 Seiten. Dies ist wiederum ein Anreiz, sich mit dem Thema auch mehr auseinanderzusetzen und somit die eigene Expertise in diesem Bereich zu steigern. Was dann wiederum zur Folge hat, dass die Qualität der Beiträge dieser User ebenfalls kontinuierlich steigt, was am Ende wieder zu einer höheren Performance der Masse führt.

Solche positiven Effekte lassen sich immer stärker auch im Finanzbereich erkennen. Privatanleger vertrauen immer weniger Vermögensberatern oder Bankangestellten, sondern greifen immer mehr auf die Beratung von anderen Privatpersonen zurück. Über Finanz-Communities holen sich unerfahrene Anleger Tipps und Ratschläge von anderen Hobbybörsianern oder Experten. Dadurch müssen sie nicht länger einer Person blind vertrauen, sondern bauen sich über den Austausch mit anderen Usern eine eigene Knowledge auf und können ihre Vermögensplanung selbst in die Hand nehmen. Im Finanzbereich gibt es mittlerweile eine ganze Menge von unterschiedlichen Communites. Viele Netzwerke lassen sich bestimmte Methoden einfallen, um das Risiko falscher Empfehlungen zu reduzieren. Beispielsweise kann man bei manchen Plattformen genau sehen, wie hilfreich die abgegebenen Tipps waren, man kann Tipps bewerten oder kommentieren.

Die Finanzplattform smava.de setzt ebenfalls auf die Vorteile des Web 2.0. Bei smava entscheiden die Nutzer ganz autonom, in welche Projekte sie investieren. Gleichzeitig können sie sich zum Beispiel im Forum ständig mit anderen Anlegern austauschen, um so einen Wissenszugewinn zu erreichen und die gemeinsame Performance zu steigern. Diese geförderte Aktivität der Nutzer hat unter anderem dazu geführt, dass es mehrere begleitende professionelle Websites von aktiven Usern gibt, die wertvolle Informationen für andere smava-Anleger bereitstellen. Gleichzeitig hat smava auch einen Blog, der einmal wöchentlich über verschiedene Themen im Zusammenhang mit smava und die Finanzwelt berichtet, und der von den Usern ständig kommentiert werden kann. Auch im Forum melden sich regelmäßig die Geschäftsführer von smava bei wichtigen Themen zu Wort, um so den Dialog zu den Teilnehmern herzustellen. Damit findet durchgehend ein reger Austausch von Ideen und Wissen in der Community statt, was zu einer ständigen Verbesserung von sogar kleinen Details führen kann. Der Gedanke der Selbstbestimmung im Stil des Web 2.0 wird also bei smava konsequent umgesetzt und verfolgt.

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Basiswissen: (Internet-) Gründung

04.02.09 | Permalink | 1 Comment

Eigentlich war es geplant, dass sich dieser Blog hauptsächlich dem Thema Gründung widmen sollte, aber leider finde ich nur kaum die Zeit dazu hier etwas zu posten. Die ersten 2 Artikel gingen jedoch mehr um aktuelle Themen, die mich gerade beschäftigten.

Der Titel des Posts verspricht ein wenig zu viel. Anbei findet Ihr einfach eine Sammlung von Links mit nützlichen und wirklich aktuellen Readings zum Aneignen von Fachwissen über verschiedenen Funktionen innerhalb einer Firma, inbesondere einem Internet Startup. Somit bleibt Euch zwar nicht das lesen, zumindest aber die Selektion erspart.

Hier die Links:

Online-Marketing: Online-Marketing im eCommerce (2008)

Sicherlich für alle interessant, die irgendetwas im Internet Bereich planen. Einführung in Themen wie Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Email-Marketing, Affiliate-Marketing etc.

SEO: Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung (2008)

Suchmaschinenoptimierung – die richtige Ausrichtung der eigenen Website um möglichst gut in Suchmaschinen gefunden zu werden. Eine Wissenschaft für sich. Eine kurze und gute Einführung.

PR: Workshop PR (2008)

Public Relations – die richtige Platzierung des Unternehmens in der Öffentlichkeit – ist wirklich ein schwieriges Feld. Man kann Erfolge kaum planen, noch kann man diese selten direkt messen. Nützlicher Leitfaden.

Internet-Recht: Internet-Recht Uni Münster (2009)

Das ist ein wenig härterer Tobak. Lohnt sich aber gut als Nachschlagewerk.

Gründen im Allgemein: Gründerzeiten (Broschüren für Existenzgründer des BMWi, 2007 – 2009)

Gefällt mir ziemlich gut, obwohl es eher ein allgemeines Publikum adressiert. Man kämpft eben bei einer Unternehmsgründung oft mit den gleichen Problemen – sei es eine Dönerbude oder ein High-Tech Startup. Die Infos sind kurz und bündig, denn man sowieso keine Zeit für komplexe theoretische Überlegungen.

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