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Online Marketing

E-Mail Marketing

05.01.09 | Comment?

Gerade beginne ich mich mehr mit dem Thema Email-Marketing zu befassen. Anfangs habe ich mich gewundert wieviel „Buzz“ um so ein banales Nischenthema gemacht wird, doch mittlerweile beginne ich zu verstehen, dass man eben sehr viele Sachen falsch machen kann. Ausserdem liegt die Hauptarbeit – neben dem Texten und dem Layout – in der Sammlung von Daten über den Erfolg der Kampagne und in der intelligenten Auswertung der Daten (Segmentierung nach Nutzergruppen etc.).

Wir versenden unsere Emails mit Mailchimp. Kostenpunkt ca. 1 USD Cent pro Email. Von anderen habe ich gehört, dass sie auch mit Campaignmonitor gute Erfahrungen gemacht haben. Diese Programme bieten Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die Email im Spam Ordner landet. Ausserdem machen sie das Tracking des Erfolgs einer Kampagne möglich. Das ist der Schlüssel schlechthin, um seine Email Kampagnen zu optimieren. Es gibt es nämlich nicht die universal geltende Best-Practice Wahrheit, um seine Zielgruppe optimal anzusprechen, sondern dies muss erst durch „Trial and Error“ herausgefunden werden. Ohne Tracking wird das natürlich schwierig;)

Ein guter Ausgangspunkt für weitere Informationen zum Thema ist der E-mail Marketing Blog von Nico Zorn.

Was gibt es von rechtlicher Seite zu beachten?

Diese Infos stammen von Rechtsanwalt Thomas Schwenke: Rechtliche Fallstricke im E-Mail Marketing. Ist ziemlich ausführlich, aber sollte man unbedingt durchlesen, bevor man mit dem E-Mail Marketing beginnt.

Grundsätzlich ist jeder Form der Ansprache durch Emails (Newsletter, Pressemitteilungen, Persönliche Emails) als Werbung anzusehen, jedoch existiert keine klare Rechtsprechung dazu. Des Weiteren ist zu bedenken, dass auch Unternehmen vor Werbung geschützt sind.

Die Anmeldung zum Newsletter ist wichtig. Die Webseite bzw. das Online Formular muss über den groben Inhalt de Newsletter informieren, einen Datenschutzhinweis und einen Abstellhinweis liefern. Dieser Abstellhinweis muss auch in jedem Newsletter vorhanden sein.

Um guten Gewissens Werbe-Emails zu versenden bedarf es einer „ausdrücklichen Einwilligung“ (also Anmeldung) des Email Empfängers, jedoch gibt es Ausnahmen („Mutmaßliche Einwilligung“).

Mutmaßliche Einigung heisst:

- dem Kunden wurde bereits eine „ähnliche“ (Auslegungssache) Ware verkauft

- Das Geschäftsfeld des Empfängers „lädt“ dazu ein (Kfz- Handel bekommt Emails von Gebrauchtwagenhändlern, eine Newsseite bekommt themenrelevante Pressemitteilungen) -> Dies ist also eher enger gefasst

Weitere Interessante Punkte:

- Erwirbt man Email Adressen von einem Händler, muss sichergestellt sein, dass die Emailadressen auf korrekte Weise erhoben wurden (siehe oben).

- „Opt-In“ bedeutet: Einfache Anmeldung. Problem hierbei: der Nachweis

- „Double Opt-in“ bedeutet: Zweifache Anmeldung. Hierbei wird der potentielle Abonnent noch einmal per Email gefragt, ob er den Newsletter wirklich abonnieren möchte. In dieser Email darf jedoch keine Werbung sein und diese muss alle Angaben beinhalten, die auf der Anmelde-Webseite standen.

- Die Email muss einen Abbestellink, das Impressum und die Geschäftsangaben beeinhalten.

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